Kolumne: Wer bin ich?

Wer bin ich?

Immer öfter stelle ich mir diese Frage. Hat das mit dem Älterwerden zu tun? Oder damit, dass ich jetzt eine Tochter habe, für die ich da sein möchte. Ich möchte meiner kleinen Maus eine glückliche, schöne Kindheit ermöglichen. Jetzt bin ich seit einigen Monaten Mama. Ein Fulltimejob, für den ich mich bewusst entschieden habe. Aber irgendwie wurde ich gar nicht darauf vorbereitet. Ich war 13 Jahre lang in der Schule, um mein Abitur zu machen. Ich habe 4 Jahre lang studiert, um mich auf meinen Beruf vorzubereiten. Mama war ich nach 5 Stunden.

Auf einmal gehen mir ganz andere Gedanken durch den Kopf. Wie möchte ich erziehen? Welche Werte möchte ich meiner Tochter vermitteln? Meine Eltern haben mir bedingungslose Liebe geschenkt und mir auch gesagt, dass ich ein hübsches Kind sei. Sie vermittelten mir optimistisch in die Zukunft zu blicken und keine Angst zu haben. Sie lehrten, dass ich mit Fleiß alles erreichen kann. Als Kind habe ich das meinen Eltern geglaubt. Ich fühlte mich, so wie ich bin, angenommen. Daher bin ich heute eine selbstsichere Frau. Ich habe keine Angst neue Wege einzuschlagen. Ich lache oft und singe gerne laut. Gott sei dank habe ich eine schöne Stimme. Glückshormone durchströmen den Körper und mit einem Mal scheint alles leichter und Dinge gehen schneller von der Hand. Ich bin sehr freundlich und offen gegenüber anderen Menschen.

Schaue ich auf meine Kindheit zurück, habe ich stets positive Erinnerungen.

Würde ich heutzutage einiges in meiner Vergangenheit anders machen? Vielleicht – aber dann wäre ich nicht der Mensch, zu dem ich mich entwickelt habe. Gerne erinnere ich mich an eine Postkarte, die mir meine Eltern nach meinem Auftritt in dem Theaterstücks „Der Regenbogenfisch“, in dem ich die Hauptrolle gespielt habe, geschenkt haben. Es war ein Liebesbrief von meinen Eltern an mich. Die schöne Postkarte mit den liebevollen Zeilen voller Anerkennung habe ich immer noch in meiner Schublade verwahrt.

Ich wünsche mir, dass meine Tochter eine starke, glückliche, mutige, fröhliche, optimistische und dankbare Frau wird. Ich freue mich und bin sehr stolz, sie auf diesem Weg begleiten und unterstützen zu können.

Ich bin…

Ich bin Mama.
Ich bin Ehefrau.
Ich bin Tochter.
Ich bin Freundin.
Ich bin Schwester.
Ich bin Patentante.
Ich bin Hausfrau.
Ich bin Bloggerin.

Mir hat meine positive Eigenschaft optimistisch zu sein im Leben immer weitergeholfen. Kollegen und Freunde bezeichnen mich als ruhige und stressresistente Person. In meinem Inneren sieht es oftmals anders aus. Innerlich brodelte ich, habe es aber immer geschafft, ruhig durchzuatmen und meine negativen Gefühle zu kontrollieren.

Eure
Annalena

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